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Es begann vor ca. zwei Jahren, als Mamsch immer weniger wurde, keinen Appetit mehr hatte, oft erbrach. Die Arztbesuche häuften sich, keiner fand die Ursache. Sie legte sich für eine komplette Durchuntersuchung in das Spital. Außer einer leichten Magenentzündung wurde nichts festgestellt. Wir konnten zusehen wie sie immer schwächer wurde. |
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Im Dezember 2002 wieder bei einer Untersuchung stellte man dann ein " Geschwür " bei der Blase fest, neuerliche Untersuchungen nahmen ihren Lauf. Dann der Anruf unseres Vaters: Mama hat Blasenkrebs - sie muss operiert werden und im schlimmsten Fall einen künstlichen Ausgang bekommen. Das Wort " Krebs " , viele Freunde und Bekannte haben wir schon verloren, dass es aber einmal bei uns vorkommen sollte, Quatsch bei uns doch nicht. Und jetzt doch. |
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Mama konnte aber über Weihnachten und Silvester nach Hause. |
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Dann am 21. Jänner 2003 wurde Mamsch operiert, 6 Stunden und ihre Enddiagnose stand klar: |
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Blasen-, Darm-, Gebärmutter und Eileiterkrebs bösartig |
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Der künstliche Blasenausgang blieb ihr leider nicht erspart. Als wir sie nach der schwierigen OP besuchten, lächelte sie und meinte: es ist vorbei - es geht wieder bergauf. |
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In der ganzen Zeit klagte sie nicht einmal über Schmerzen. Ihren Humor hatte sie ja bis zum Schluss und immer wieder gab es Sätze von ihr, wo wir dachten: wie schafft sie das |
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Es wurde ihr Zustand etwas besser, so richtig Essen wollte sie aber nicht mehr. Ich glaube, den künstlichen Ausgang hat sie nie verkraftet. |
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Wir bewunderten unseren Vater, er pflegte sie, wechselte die Säckchen, ging einkaufen und kochte für sie. Meine Schwester und ich wohnen ca. 35 km entfernt, halfen mit aber die richtige Verantwortung hat er übernommen. |
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Im Juni feierten wir noch ihren 70er bei uns daheim. Sie spielte noch mit den Hunden, freute sich auf die Grillerei und sah relativ gut aus. Dann ging alles ganz schnell - der Verfall zeigte sich. Eine Kontrolluntesuchung ergab: es hat sich wieder ein Karzinom gebildet. Sie musste wieder ins Spital. Wir warteten alle nur auf das Endergebnis. Als ich zum Arzt ging und er mich in das Büro bat, wusste ich Bescheid. " Man kann ihr nicht mehr helfen " " es wird schnell gehen " . Wir sollen uns überlegen sie in ein Pflegeheim zu geben, denn sie wird immer schwächer werden. Ich saß da und konnte es nicht glauben was ich da hörte. Ich wollte nur raus, raus aus diesen Zimmer. Als ich die Türe öffnete stand meine Mutter mir vis a vis. Was jetzt ? Ihr es sagen ? Nein das konnte ich noch nicht. Also schauspielen und lügen. Später rief ich meinen Vater und meine Schwester Flo an, um es ihnen zu sagen. Ich weiß noch wie Papsch meinte, " ja und was machen sie jetzt ? " Chemotherapie ? NEIN Operieren ? NEIN Einfach sterben lassen ? da konnte ich nicht antworten. Daheim setzte ich mich mit den Befund zum Internet, jeden Begriff gab ich ein und dann wusste ich mehr als sie uns eigentlich sagten. Eines stand für uns klar, Pflegeheim kommt nicht in Frage ! Wir holen Mamsch heim. Wir hatten sie dann ca. zwei Wochen bei uns, mussten zusehen wie sie immer dünner wurde, nichts mehr essen konnte, ständig erbrach. Von einen zum anderen Tag verlor sie Blut aber sie meinte es sei nur wenig gewesen. Am 26. Juli 2003 fuhr ich wieder zu ihnen und nahm meine Hündin Lisa mit, sie ist die ruhigste im Rudel. Als ob Lisa es spürte machte sie nur Schabbernack, rollte sich vor meiner Mutter am Boden, küsste ihr das Gesicht und die Hände und Mamsch lachte nur. Ich habe an diesen Tag auch die letzten Bilder von ihr gemacht. "Lachend " Täglich fragten wir sie, hast du wieder Blut im Stuhl, sie beruhigte uns : nein es ist wieder alles ok. 27. Juli 2003 Meine Schwester war bei ihnen, rief mich aber schon zu Mittag an, sie sei wieder daheim. Mama fühlte sich müde und hat sich niedergelegt. Um 16h Telefon: Papsch war drann, er hätte auf der Toilette im Müll ihre Unterwäsche voll mit Blut gefunden. Was tun ?? Ich rief ihren behandelten Arzt im Spital an, er meinte sofort die Rettung und wir müssten sie einliefern.
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